18.12.2014: Vortrag „Kriseninterventionsteam Steiermark“

Am 18.12.2014 durften wir Frau Prim. Dr. Katharina Purtscher-Penz, die wissenschaftliche Leiterin und Zuständige für das Qualitätsmanagement des steirischen Kriseninterventionsteam und der Interkonfessionelle Akutbetreuung (KIT) anlässlich eines Vortrages bei uns begrüßen.

Das KIT wurde im Zuge des Grubenunglücks in Lassing, bei dem um die achtzehn Familien psychologisch betreut wurden, im Jahr 1998 ins Leben gerufen. Heute ist es als Einrichtung der Landesregierung direkt dem Landeshauptmann unterstellt.

Unverändert seit der Geburtsstunde des KIT ist jedoch der Einsatzfall: bei außergewöhnlich belastenden Lebensereignissen, die plötzlich und unerwartet eintreten wird durch die ehrenamtlichen Mitarbeiter des KIT eine psychosoziale Betreuung sowohl für die Opfer, deren Angehörigen, Freunde, als auch für Ersthelfer und Augenzeugen garantiert. Dazu zählen unter anderem: der plötzliche Tod eines Angehörigen, schwere Unfälle und Unfälle im öffentlichen Raum. Unfälle mit mehreren Opfern, Naturkatastrophen aber auch die Hilfe für Helfer in der Akutsituation oder die Betreuung von Helfern nach besonders belastenden Einsätzen. Der häufigste Einsatzgrund für das KIT sind die Fälle des Suizides.

Das ehrenamtliche KIT-Team setzt sich ua. aus Fachkräften der Bereiche Medizin, Psychotherapie, Psychologie und Sozialarbeit sowie erfahrenen Mitarbeitern der Einsatzorganisationen zusammen, die bevor sie jeweils zu zweit zu Einsätzen fahren dürfen, eine spezielle „KIT- Ausbildung“ durchlaufen müssen. Bei einem Einsatzfall wird das KIT von der Polizei verständigt, wenn die Einsatzkräfte der Meinung sind, dass es notwendig und sinnvoll ist KIT- Kräfte vor Ort zu haben. Da jeder Einsatz für das KIT-Teams selbst auch eine psychisch belastende Situation darstellt, ist es Teil des Programmes, dass die Ehrenamtlichen nach der Einsatzsituation das Erlebte mit ihrem Einsatzpartner und anderen KIT-Mitgliedern in Gesprächen aufarbeiten.